Sport und Frieden
Sport kann als universelle Sprache ein machtvolles Mittel zur Förderung von Frieden, Toleranz und Verständigung darstellen. Sport verbindet Menschen über Grenzen, Kulturen und Religionen hinweg.
Sport kann den Austausch zwischen Gemeinschaften, Völkern und Kulturen verstärken und dazu beitragen, dass auch in offenen oder latenten Konfliktsituationen ein Dialog zwischen den Parteien aufrechterhalten bleibt.
Sport kann Identität und Zusammengehörigkeit von Gemeinschaften fördern und die Bereitschaft der Einzelnen erhöhen, sich in der Gesellschaft zu engagieren.
In Konflikt- und Post-Konfliktsituationen kann Sport helfen, für die betroffenen Menschen eine strukturierte, konstruktive und auf den friedlichen Abbau von Aggressionen und Spannungen ausgerichtete Beschäftigungsmöglichkeit zu schaffen.
Sport als Wegbereiter für Diplomatie und Politik
Der Sport kann Verbindungen herstellen, wo die Politik mit ihren herkömmlichen Mitteln der Friedensförderung nicht weiterkommt. Da der Sport im Gegensatz zur Politik als "harmloser" gilt, kann er unvoreingenommen und unparteiisch seine brückenschlagende Wirkung ausspielen. Der Sport kann also - wie schon im historischen Kricket-Match zwischen Indien und Pakistan 2004 - der Politik quasi den Weg bereiten.
Adolf Ogi, Sonderberater des UNO-Generalsekretärs für Sport im Dienst von Entwicklung und Frieden, führt hierzu ein Beispiel an:
"Die beiden Atommächte Indien und Pakistan standen im letzten Jahr kurz vor einer militärischen Konfrontation. Das in beiden Ländern als Nationalsport praktizierte Kricket konnte die angespannte Situation entschärfen: Das indische Nationalteam, das auch tausende indischer Fans mitbrachte, ging für einige Wochen auf Pakistan-Tour und spielte gegen pakistanische Mannschaften. Im Gegenzug besuchte das pakistanische Nationalteam wenig später, begleitet von tausenden pakistanischer Fans, Indien und spielte gegen dessen Mannschaften. Auf diesem Wege kamen sich die beiden Nationen diplomatisch wieder näher."
Ein ähnlicher Fall war die Ping-Pong-Diplomatie zwischen den USA und China Anfang der 70er Jahre, bei der eine außenpolitische Annäherung über den Tischtennis-Sport erfolgte.
Für die olympischen Spiele 2000 bildeten Nord- und Südkorea eine gemeinsame Mannschaft. Israelische und palästinensische Kinder treffen sich regelmäßig zu Fußball oder Basketball. Viele weitere Beispiele auf der ganzen Welt belegen die Bedeutung des Sports für den Frieden.
Weitere Informationen unter:
www.un.org/sport2005/a_year/s_peace.html
www.un.org/themes/sport/intro.htm



