The Power of Sport
Die fundamentalen Prinzipien des Sports
- Respekt für den Gegner und die Regeln
- Teamgeist und Fair Play
stimmen mit den Zielen der UN und den globalen Entwicklungszielen überein.
So ist es das Ziel des Internationalen Jahrs des Sports und der Leibeserziehung (IJSLE 2005), den vitalen Beitrag zu kommunizieren, den Sport und Leibeserziehung für das Erreichen der globalen Entwicklungsziele leisten können. Das Sportjahr soll die allgemeine Aufmerksamkeit für "Sport" in der Öffentlichkeit und in der Politik ausweiten, indem es vor allem die Idee des "Sport für Alle" betont.
Das große Potenzial des Sport muss stärker und systematischer genutzt werden, Sport und Leibeserziehung gefördert und verbreitet werden - denn die Erfahrung zeigt: Sport und Leibeserziehung sind hervorragende, einflussreiche, pragmatische und kostengünstige Instrumente zur Förderung von Frieden und Völkerverständigung, Dialog, Integration, Bildung und Gesundheit, kurzum für das Erreichen von Entwicklungszielen - seien diese individueller, sozialer, kultureller oder ökonomischer Art - auf lokaler, nationaler und globaler Ebene.
Ein sehr anschauliches Beispiel sind die äußerst erfolgreichen Straßenfußball-Projekte der Organisation streetfootballworld. Diese Projekte hatten ihren Ursprung in Kolumbien, verbreiten sich erfolgreich in der ganzen Welt und werden - parallel zur Fußball-WM 2006 - bei der Straßenfußball-Weltmeisterschaft Festival 06 in Berlin aufeinandertreffen. Die Projekte breiten sich dank großer und prominenter Unterstützung (u.a. durch die Jürgen-Klinsmann-Stiftung für Jugendfußball, das Bundesjugendministerium und das Bundesinnenministerium) und weltweite Anerkennung erfolgreich aus.
Sport und Leibeserziehung leisten einen wichtigen und wertvollen Beitrag zur menschlichen Entwicklung und Bildung. Dabei geht es um Teilnahme, Teilhabe, Integration und Gemeinschaftssinn. Durch Sport und Leibeserziehung können Fähigkeiten wie Disziplin, Selbstvertrauen und der konstruktive Umgang mit starken Emotionen in motivierender Art und Weise mit viel Spaß erlernt werden und die Grundprinzipien einer Demokratie verbreitet werden - Toleranz, Zusammenarbeit und Respekt. So bringt Sport Individuen und Gemeinschaften zusammen, betont Gemeinsamkeiten und überbrückt kulturelle und ethnische Trennungen.
Sport und Leibeserziehung steigern auf der individuellen Ebene persönliche und soziale Fähigkeiten, Gesundheit und Selbstbewusstsein. Auf nationaler Ebene trägt Sport zu wirtschaftlichem und sozialem Wachstum bei, verbessert die öffentliche Gesundheit und bringt verschiedene Gemeinschaften über Barrieren aller Art hinweg zusammen. Auf globaler Ebene kann konsistent eingesetzter Sport eine langfristige positive Wirkung auf Entwicklung, Gesundheit, Frieden und die Umwelt haben.
Die wissenschaftliche Basis über den gesellschaftlichen Wert des Sports und seinen Wert für die Verbreitung von sozioökonomischer Entwicklung und Frieden ist unbestritten. Wissenschaftliche Studien weisen außerdem eindeutig auf die Bedeutung von körperlicher Bewegung für Gesundheit und Lebensqualität hin. Durch Konferenzen, Events (link zu Int. Konferenzen) und wissenschaftliche Veröffentlichungen soll der Wert des Sports in diesem Sinne weiter aufgezeigt werden. Das Sportjahr soll zudem den Wissensaustausch zwischen Stakeholdern verbessern.
Dazu erklärt Adolf Ogi, Sonderberater des UNO-Generalsekretärs für Sport im Dienst von Entwicklung und Frieden:
"Das Jahr des Sports - eine Plattform für alle 191 UNO-Mitglieder - sollte nicht am 31.12.2005 enden, sondern eine Lawine auslösen, die alle mitreißt - im Interesse einer besseren, einer friedlicheren, einer gesünderen, einer tolleren und schöneren Welt.
Wenn Sie wollen, dass die jungen Menschen Freude haben und mitmachen, dann müssen Sie Sport anbieten. Sport ist in vielen Ländern die einzige Hoffnung. Einfach ausgedrückt: Geben Sie ihnen einen Ball, formen Sie eine Fußball-, Volleyball- oder Handballmannschaft. Dann spielen sie zusammen, lernen integrieren, vergessen ihre täglichen Sorgen und respektieren den Gegner, die Regeln und den Entscheid des Schiedsrichters."
Regierungen, Nichtregierungsorganisationen und Sportverbände sollen dafür sensibilisiert werden, dass Sport nicht einfach nur Spaß ist, sondern wertvolle Entwicklungsbeiträge leisten kann. Sport soll daher u.a. mithelfen, die extreme Armut in der Welt bis ins Jahr 2015 zu halbieren - dies ist eines der Millenniums-Entwicklungs-Ziele.
Die Nationalen Komitees sollten zur Erfüllung der globalen Entwicklungsziele neue Beziehungen flechten und ausbauen - zu Akteuren aller Regierungsebenen, UN-Organisationen, NGOs, Sportorganisationen, Sportartikelunternehmen und weiteren potenziellen Partnern im öffentlichen und privaten Bereich.
Außerdem sollen die Zusammenarbeit und Partnerschaften zwischen allen gesellschaftlichen Ebenen und Akteuren gestärkt werden, d.h. auch zwischen Familie, Schule, Vereinen, Verbänden, lokalen Gemeinschaften, Entscheidungsträgern sowie Akteuren aus dem öffentlichen und dem privaten Sektor. So kann im Sinne von "Sport für Alle" ein vielfältiges Angebot entstehen und jeder Zugang zum Sport bekommen. Zudem hilft der Starke dem Schwachen, er unterstützt ihn in seiner Entwicklung und fördert durch den Sport verschiedenste Aktivitäten und Entwicklungen.
Sport kann jedoch auch negative Begleiterscheinungen wie Hooliganismus, Nationalismus oder Doping haben. Für die Bundesregierung gehört daher die Bekämpfung von Doping im Sport zu einem Kernelement ihrer Sportpolitik. Sie hat dabei deutliche Akzente gesetzt und nachhaltige Erfolge erzielt. Damit Sport sein positives Potenzial entfalten kann, ist eine Begleitung und Steuerung von Sportaktivitäten von großer Bedeutung.
Weitere Informationen unter:
www.sport2005.ch/content.cfm (Schweizer Internetseite zum IJSLE 2005)
www.un.org/sport2005/a_year/goals.html
www.un.org/sport2005/a_year/results.html
www.un.org/sport2005/a_year/ayear_for.html
www.un.org/sport2005/a_year/why.html
www.swissinfo.org/sde/swissinfo.html (Interview A. Ogi)



